Konversionen: Fremderfahrungen in ethnologischer und by Steffi Hobuß, Iris Därmann, Ulrich Lölke

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By Steffi Hobuß, Iris Därmann, Ulrich Lölke

Unter dem Begriff der Konversionen erkundet dieser kulturwissenschaftliche Band Formen einer Umkehrung, die einsetzt, wenn die Erfahrung des Beobachtetwerdens als zentraler Bestandteil von Fremderfahrungen anerkannt wird. In den versammelten Texten wird ausgef?hrt, wie diese aus der ethnologischen Feldforschung gewonnene Erinnerung als Vorbild f?r andere disziplin?re Perspektiven dienen kann. Die Ethnologie liefert dabei den viel zu lange vernachl?ssigten Hinweis auf die Wichtigkeit des Blicks des anderen in der Fremderfahrung; die philosophische Perspektive auf interkulturelle Dialoge liefert den Hinweis auf die Wichtigkeit des Sprechens des anderen. Aus diesen Hinweisen ergeben sich Anspr?che an ethnographische und literarische Texte und an andere wissenschaftliche Disziplinen sowie an eine angemessene Lekt?repraxis. Die Texte des vorliegenden Bandes versuchen, diese Anspr?che exemplarisch einzul?sen. Sie zeigen in einer neuartigen interdisziplin?ren Zusammenstellung sowohl einzelne F?lle der Umkehrung von Blickrichtungen als auch das Prinzip der Kritik und Erweiterung einer eurozentristischen Philosophie durch die Einf?hrung einer ethnologischen und interkulturellen Perspektive.

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Die Neuerfindung der Natur: Primaten, Cyborgs und Frauen, Frankfurt a. / New York 1995, S. 73–97. ] auf die Welt seiner Erfinder“69 zurückfällt, dann ist der umgekehrte Blick die einzige Chance wie auch die Nötigung, den eurozentristischen Blick durch eine andere Wahrnehmung des Fremden zu ersetzen. Den anderen als einen wahrzunehmen, der etwas zu sagen hat, bedeutet sich dem infragestellenden Gehalt auszusetzen, den die Erfahrung des Fremden wie auch die Darstellung70 der anderen besitzt. Nur eine dadurch gezeichnete Ethnologie und Philosophie entkämen der schlechten Alternative von naiv realistischer Abbildung oder bloßer Konstruktion des Fremden.

3). Es handelte sich um einen „weißen Fotografen“, der gekommen war, um dem deutschen Forscher48 ganz direkt den Spiegel vorzuhalten (Abb 4). Die Kostümierung hebt typische Merkmale des weißen Mannes hervor: Hut, Anzug, Bart, Brille. Als Accessoires hat er zwei sorgfältig hergestellte KameraImitationen bei sich. Wir wissen leider nicht, wie die tsutskut den weißen Fotografen verbal kommentierten, also etwa in Wortspielen, komischen Dialogen oder Anspielungen, aber aus den visuellen Daten lässt sich ableiten, dass hier typisches Pahaana-Verhalten parodiert wurde, im Kontrast zur Hopi-Art.

1985; Richard Schechner, Between Theater and Anthropology, Philadelphia 1985; vgl. O. , S. 8f. und S. 243–275. Sanner, Bilder der Fremden 43 gang mit Grenzen15, sei es der symbolische Rahmen, der das Ritual vom Alltag abgrenzt, seien es die Grenzen, die das kulturelle Normensystem dem Verhalten des Individuums setzen, oder sei es die Grenze zwischen der Wir-Gruppe und den Fremden. Die folgenden Kapitel konzentrieren sich darauf, wie die Hopi-Clowns die äußeren Grenzen ihrer Gesellschaft symbolisch patroullieren und als Vermittler von Kulturkontakt und wandel agieren.

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