Großeltern in Europa: Generationensolidarität im by Corinne Igel

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By Corinne Igel

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Johansen, Leibowitz und Waite (1996) finden ihre Annahme bestätigt, dass sowohl extrinsische als auch intrinsische Aspekte bei der Wahl der Betreuungsart eine Rolle spielen. Zentrale Ergebnisse sind, dass Frauen, die viel Wert auf Aspekte der kindlichen Entwicklung legen, häufiger Betreuungseinrichtungen in Anspruch nehmen, während kostenbewusste Mütter oder Mütter, die eine familiale Betreuung als besser für ihre Kinder erachten, häufiger zu Hause betreuen oder betreuen lassen. Vor allem gut ausgebildete Mütter legten Wert auf die kindliche Weiterentwicklung, der Effekt der Ausbildungsvariablen schwächt sich mit dem Einführen der intrinsisch definierten Faktoren ab.

B. Altonji, Hayashi und Kotlikoff 1992; Jellal und Wolff 2003; Wolff 2000). Künemund und Motel (2000) finden in ihren auf den Daten des Deutschen Alterssurveys basierenden Analysen, dass Reziprozität als zweitwichtigstes und normative Verpflichtungen als wichtigstes Motiv für die Unterstützung zwischen Familienmitgliedern fungieren. Altruismus spielt hingegen keine zentrale Rolle für intergenerationale Solidarität. Ein Ansatz, Altruismus zu testen, besteht in der Prüfung der Annahme, dass steigende elterliche Ressourcen und schwache Ressourcen der Kinder eine altruistisch motivierte Umverteilung von finanziellen Mitteln zur Folge haben (Altonji, Hayashi und Kotlikoff 1997).

B. im Rahmen einer Adoption) stellt den wohl extremsten Fall grosselterlichen Engagements dar. Diese Form intergenerationaler Unterstützung findet sich bei einkommensschwachen Familien und in Fällen delinquenter, drogenabhängiger oder kranker Eltern. Auch der Tod der Eltern kann dazu führen, dass Grosseltern die vormundschaftliche Verantwortung für ihre jungen Enkel übernehmen müssen (Minkler und Roe 1996). Diese Art funktionaler Solidarität geht häufig mit einer Koresidenz der Grosseltern und ihren Enkelkindern einher (Mutchler, Baker und Lee 2007; Pebley und Rudkin 1999).

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