Bewegte Bergwelt: Gebirge und wie sie entstehen by Florian Neukirchen

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By Florian Neukirchen

Berge k?nnen auf unterschiedliche Weise entstehen: durch Kollision und Einengung, aber erstaunlicherweise auch durch den gegenteiligen Vorgang, durch Dehnung. Andere finden sich wiederum fernab in Gebieten, in denen schon seit langer Zeit keine tektonischen Bewegungen stattfanden. Die Bergwelt, wie wir sie kennen, geht auf eine Vielzahl von Prozessen zur?ck, die von Florian Neukirchen auf leicht verst?ndliche Weise erkl?rt werden: etwa Decken?berschiebungen und das Verformen von Gesteinen. Manche Hochgebirge k?nnen – in geologischen Zeitr?umen betrachtet - schnell aufsteigen und danach aber auch regelrecht wieder auseinanderflie?en. In manchen Gebirgen begegnen uns erstaunliche Ph?nomene, die zum Teil erst in den letzten Jahrzehnten von Geologen verstanden wurden oder bis heute noch unverstanden sind. Da diese geologische Berg- und Talfahrt einige beliebte Reiseziele besucht und diese in faszinierenden Fotos vorstellt, ist sie zugleich eine artwork Reisef?hrer f?r Naturfreunde.

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Die typische Temperatur bei entsprechender Tiefe (Geotherm) ist zu niedrig, um trockenen Peridotit zu schmelzen. Steigt hingegen heißes Mantelgestein aus der Tiefe auf, kühlt es nur langsam ab und der Solidus kann überschritten werden. Sind größere Mengen Wasser vorhanden, verschiebt sich der Solidus zu deutlich niedrigeren Temperaturen. b) Abkühlen einer Schmelze aus zwei Mineralphasen. Sobald die abkühlende Schmelze (Pfeil) eine bestimmte Temperatur unterschreitet (und auf das gelbe Feld trifft), bilden sich die ersten Kristalle (Mineral A).

Das in einem Gebirge abgetragene Material wird an anderer Stelle von Flüssen, in Seen oder im Meer als Geröll, Sand oder Ton wieder abgelagert. Das lockere Material verfestigt sich mit der Zeit zu einem Konglomerat, Sandstein oder Tonstein. Magmatische Gesteine wie Basalt, Gabbro oder Granit entstanden aus einer Gesteinsschmelze, die entweder aus einem Vulkan austrat oder in der Tiefe zu einem großen Gesteinskörper, einem Pluton, erstarrt ist. Wir werden uns genauer ansehen, wie diese Gesteinsschmelze überhaupt entstehen kann und wie sie sich zu anderen Zusammensetzungen weiterentwickelt.

Dabei spielte wahrscheinlich ein eiszeitlicher Gletscher eine Rolle, der von den Alpen bis hierher reichte. Foto: Martin Abegglen, Twicepix. Die Faltung des Jura wurde durch späte tektonische Bewegungen innerhalb der Alpen ausgelöst. Es ist umstritten, ob es sich dabei um die letzte alpine Deckenüberschiebung, nämlich die Überschiebung der helvetischen Decken handelte oder um die noch spätere Verschiebung des alpinen Grundgebirges unter das Aarmassiv. Bei einem der beiden Vorgänge wurde jedenfalls von den Alpen der gesamte Sedimentstapel des Vorlandes an den leicht verformbaren Trias-Sedimenten abgeschert und um bis zu 20–30 km nach Nordwesten verschoben.

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